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Kieloor Entartet - The Red Light Fugue

The Red Light Fugue

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Information zur CD

Ein Leckerbissen für Augen und Ohren – Kieloor Entartet, "The Red Light Fugue", aufgenommen live vom 19.–22. Okt. 1994 im Jazz-Container in Uster.

Die Wurzeln dieses Projekts reichen in die Jahre 1991 und 1993, als das von Kieloor entartet organisierte nicht-alltägliche Orchester (ENAO) 25 Kompositionen 25 Orchestermitgliedern zur Aufführung brachte. "The Red Light Fugue"-Festival war eine Art abgespeckte und auf drei Tage verteilte Version davon; sie vereint in sich grossorchestrale Klänge und eine enorme Strukturvielfalt mit Transparenz und Kompaktheit. Dabei bildete Kieloor Entartet an drei Abenden eine flexible Basis für dreimal zwei GastmusikerInnen, die die verschiedenen stilistischen Stossrichtungen mitprägen. Mit Emanuel Schnyder hat Kieloor Entartet vor zwei Jahren einen wundervollen Bassisten gewonnen, der mit knackigen Grooves und grosser Vitalität viel zum neuen Sound der Gruppe beiträgt.

Wer’s glaubt oder nicht, die ganze CD ist an jenen Oktobertagen live aufgenommen worden. Ermöglicht hat dieses ehrgeizige Ziel der Tontechniker Martin Pearson, der die Konzerte auf 24 Spuen aufnahm und nachher in tagelanger Präzisionsarbeit abmischte und um einige pikante Details ergänzte. Das Werkjahr ’95, das Kieloor Entartet von der Stadt Zürich zugesprochen erhielt, ermöglichte es, die CD bis ins letzte Detail auszufeilen und kompromisslos zu realisieren. Auch darin spiegelt sich der Kieloorige Ehrgeiz: Alles. Oder nichts. Ein wahres Meisterwerk vollbrachte Caroline Schreiber mit der Gestaltung des Covers – es spricht für sich selbst. Vor uns liegt das Resultat von zwei Jahren harter Knochenarbeit und von langjährigen Freundschaften, ohne die ein derart gigantisches Projekt – es schloss immerhin die Organisation eines ganze Festivals ein – undenkbar wäre.

Artist: Kieloor Entartet
Album: The Red Light Fugue
Katalog Nr: UTR 4080
Releasedatum: 01.04.1995
Albumdauer: 113:12
File under: Jazz & Groove

Kieloor Entartet - Die Band Mitte 90er-Jahre

Kieloor Entartet tönt heute organischer, frischer, man spürt die grosse Sinnes- und Spielfreude. Die Band hat Altlasten abgeworfen, die Musik ist dichter und professioneller geworden (die CD platzt aus allen Nähten!). Geblieben sind die Vorliebe für Multistilistik, die starke Gewichtung kompositorischer Elemente und die Freude am Experiment. Kieloor Entartet verkörpert ein vielschichtiges Lebensgefühl: Mal expressionistisch-melancholische Verlorenheit, mal gierig-orgiastisches Fressgelage, mal brodelnde Lavamasse, mal hochdifferenzierte Verästelung, dann wieder fräsend, bis man Hautausschläge kriegt. Alles immer mit der nötigen Portion Selbstironie und Humor. Eine Musik für die Hörschnecke! Nur zappen ist schöner...

Mathias Gloor – Piano, Keyboards
Mathias Kielholz – Guitars
Lucas N. Niggli – Drums and Percussion
Emanuel Schnyder – Bass
Tron – Voice, Turntables, Noises
Felix Utzinger – Electric Guitar
Michael Gassmann – Trumpet
Christoph Grab – Saxes
Dorothea Schürch – Voice
Alfred Zimmerlin – Cello